Sie ist in Sachen Trinkwasseraufbereitung unschlagbar: Die Umkehrosmose. Was verbirgt sich hinter diesem hoch effizienten Filterverfahren?

BU: Bei der Umkehrosmose werden Nitrat, Hormone, Keime und andere Schadstoffe aus dem Wasser entfernt. @pixabay/www.pexels.com

Um das Verfahren der Umkehrosmose zu erklären, muss man zuerst den Prozess der natürlichen Osmose verstehen. „Pflanzen beispielsweise nutzen Osmose, um den Wasserhaushalt in ihren Zellen zu regulieren“, erklärt ICon-Gründerin und Wasserexpertin Dr. Monique Bissen. Werden zwei wässrige Lösungen mit unterschiedlicher Konzentration gelöster Teilchen durch eine semipermeable, also halbdurchlässige, Membran getrennt, so besteht ein natürliches Streben nach Konzentrationsausgleich. Das Wasser von der Seite der niedrigeren Konzentration gelöster Stoffe fließt somit in die Lösung mit der höheren Konzentration gelöster Stoffe, um diese zu verdünnen. Wie hoch der osmotische Druck ist, der das Wasser durch die Membran drückt, hängt von den anfänglichen Konzentrationsverhältnissen auf beiden Seiten der Membran ab.

Umkehr des Drangs nach Konzentrationsausgleich

„Beim Einsatz einer Umkehrosmose wird dieser natürliche Prozess der Osmose invertiert“, so Monique Bissen. „Das heißt, es wird ein künstlicher Druck durch eine Pumpe erzeugt und die Wassermoleküle werden durch eine semipermeable Membran hindurchgepresst.“

Da die Membran nur die kleineren Wassermoleküle passieren lässt, werden größere Moleküle, die im Leitungswasser enthalten sind, wie Nitrat- oder Mikroplastikpartikel und Hormone, zurückgehalten. Die Teilchenkonzentration in der Ausgangslösung erhöht sich, während sich in der Nachbarlösung Wasser ansammelt, das frei von Unreinheiten ist.

Reines Wasser durch Filter

Die Membranmodule, die bei einem Umkehrosmosefilter zum Einsatz kommen, besitzen mehrere, dünne Lagen. Die Umkehrosmosemembran ist sehr feinporig, sodass es sich empfiehlt, andere Filter wie beispielsweise einen Sedimentfilter und einen Aktivkohlefilter zum Schutz der Membran vorzuschalten, um chemische oder mechanische Beschädigungen der Membran zu vermeiden.

„Das Verfahren der Umkehrosmose ist eine effiziente Möglichkeit, um reines Wasser zu erhalten, das frei von jeglichen Schadstoffen ist“, schließt Monique Bissen. „Durch Umkehrosmose lassen sich unter anderem Nitrat, Pestizide, Hormone, Schwermetalle und sogar Uran zuverlässig aus dem Leitungswasser entfernen.“ Um aus diesem ultrareinen Wasser geschmackvolles Trinkwasser zu machen, empfiehlt sich eine nachträgliche Mineralisierung, wie sie in der LUQEL Water Station automatisch erfolgt.