blog
- 30.10.2018

Die richtige Trinkmenge für besondere Situationen

Herzschwache Menschen sollten darauf achten, nicht zu viel zu trinken. © Bellezza87 / www.pixabay.com
Herzschwache Menschen sollten darauf achten, nicht zu viel zu trinken. © Bellezza87 / www.pixabay.com

Das richtige Maß: Inhaltsstoffe im Wasser für Schwangere und Stillende

Schwangere und Stillende benötigen allgemein gesprochen eine höhere Flüssigkeitszufuhr als andere. Der tägliche Bedarf steigt um rund 300 Milliliter bei Schwangeren, um 400 Milliliter bei Stillenden. Gleichzeitig müssen sie strengstens darauf achten, welche und wie viele Inhaltsstoffe das Trinkwasser mit sich bringt. Während der Schwangerschaft wird dem Körper der Frau vermehrt Calcium entzogen, um den Fötus ausreichend mit diesem Mineralstoff zu versorgen. Der Mehrbedarf wird dabei mit einer höheren Calciumfreisetzung aus dem Skelett der Schwangeren kompensiert. Auch während der Stillzeit gibt sie mit der Muttermilch den Mineralstoff an das Neugeborene ab. Der Ausgleich des Calciumverlustes im Köper führt bei einer sechsmonatigen Stillzeit zu einem Knochenmassenverlust von circa 5 Prozent. Daher ist es für Schwangere und Stillende unbedingt notwendig, auf eine höhere Calciumzufuhr durch beispielsweise Milchprodukte, Kohlgemüse und Mineralwasser zu achten. Ein Beratungsgespräch bei einem Facharzt ist hierbei ratsam.

 

Blei im Trinkwasser kann Entwicklung des Fötus hemmen

Eine weitere Risikokomponente für Schwangere ist die Aufnahme von Blei. Reichert sich das Schwermetall im Körper an, kann es die Entwicklung des Nervensystems sowie die Blutbildung bei Föten beeinträchtigen. In Deutschland wurde der Grenzwert für Blei im Trinkwasser stetig gesenkt. Lag er in den 1990er-Jahren noch bei 0,040 Milligramm pro Liter, rangiert er heute nur noch bei 0,010 pro Liter Wasser. Ständige Prüfungen durch die zuständigen Behörden garantieren eine absolute Einhaltung dieses Wertes im Wasserwerk. Danach sind die Hausbesitzer verantwortlich. In älteren Häusern, in denen noch Bleirohre verlegt sind, sollte deshalb ein Test durchgeführt oder ein Filter genutzt werden, der das Schwermetall aus dem Wasser entfernen kann. Auch Chlor im Trinkwasser stellt eine Risikokomponente dar, allerdings ist dieser Stoff in Deutschland mit einem Grenzwert von 0,3 Gramm pro Liter für Schwangere und Stillende nicht gefährlich. Im Ausland hingegen sollte der Chlorgehalt im Auge behalten werden.

 

Die richtige Trinkwassermenge für herz- und niereninsuffiziente Patienten

Für Menschen mit einer Herzinsuffizienz, also einer eingeschränkten Pumpleistung des Herzens, kann ein Flüssigkeitsüberschuss fatale Folgen haben. „Wenn man dem Körper viel Flüssigkeit zuführt, wird das Volumen des Blutes größer“, erklärt Dr. Ibrahim El Attar, Facharzt für Innere Medizin am Klinikum Neustadt bei Coburg. „Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz allerdings zu schwach, um das Blut ausreichend durch den Körper zu pumpen, deshalb lagert sich das Wasser irgendwann im Gewebe ab.“ Die Folgen sind Ödeme in den Beinen oder ein sogenannter Lungenstau. Infolgedessen kommt es zu Luftnot und einer massiven Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit. Schon eine Trinkmenge von mehr als 1,5 Liter kann bei herzschwachen Patienten dazu ausreichen. Deshalb sollte bei einer Herzschwäche bezüglich der Trinkmenge unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Hat sich bereits Wasser in Beinen und Lunge angesammelt, bekommen die Patienten in der Regel Wassertabletten (Diuretika) verabreicht, um den Körper zu entwässern. „Die Überwässerung des Körpers der Patienten und die anschließende Verabreichung von Wassertabletten bergen ein großes Risiko“, meint Dr. El Attar. „Denn auf Dauer schädigen sie die Nieren, was zu einer Niereninsuffizienz führen kann.“

 

Verminderte Giftstoffausscheidung durch eingeschränkte Nierenfunktion

Als Niereninsuffizienz bezeichnet man eine verminderte oder eingestellte Funktion der Nieren. Das Organ ist unter anderem für die Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes verantwortlich und filtert Schad- sowie Giftstoffe aus dem Körper. Ist die Funktion der Niere eingeschränkt, kann sie Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium, das in geringer Menge in Trink- und Leitungswasser vorkommt, nicht mehr ausreichend aus dem Körper filtern. Erhöht sich der Kaliumgehalt im Blut, ist vor allem das Herz davon betroffen. Der Herzmuskel verlangsamt seine Aktivität bis hin zum Kammerflimmern und zum Stillstand. „Leider treten Herz- und Niereninsuffizienzen meistens dicht hintereinander auf“, erklärt Dr. El Attar. „Daher ist es wichtig, bei der Therapie von Herzpatienten auch immer die Nieren im Auge zu behalten. Um die Nierenfunktion zu überprüfen, wird der Kreatinin-Gehalt im Körper gemessen.“ Kreatinin ist ein Abbauprodukt und wird über die Nieren ausgeschieden. Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ist auch bei Patienten mit einer Niereninsuffizienz ohne vorangegangene Herzschwäche nicht ratsam. Denn die Nieren können das überschüssige Wasser nicht ausscheiden, wenn sie bereits geschädigt sind. Dies kann wieder zu Wasserablagerungen in Gewebe und Lunge führen. Und somit zu einer Schwächung des Herzens.

Eine allgemeine Aussage zu treffen, wie viel ein Mensch täglich trinken sollte, um seinen Körper gesund zu halten, ist somit also nicht möglich. Gesundheitliche Faktoren spielen in der Empfehlung der Trinkmenge eine große Rolle und dürfen unter keinen Umständen ignoriert werden. Bei Unklarheiten sollte daher unbedingt immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Quellen:
https://www.bzfe.de/inhalt/wasser-gesund-trinken-582.html
https://www.ugb.de/niereninsuffizienz/niereninsuffizienz-ernaehrung-symptome-stadien/
http://www.dialysecentrum.de/richtige-trinkmenge/
http://www.vitalstoff-lexikon.de/
https://www.bzfe.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/45261/page1/8/searchstring/+/forumId/16
https://www.wassertest-online.de/blog/leitungswasser-fuer-schwangere/
https://www.ratgeber-herzinsuffizienz.de/leben-mit-herzinsuffizienz/ernaehrung/trinken/
https://deximed.de/home/b/herz-gefaesse-kreislauf/patienteninformationen/lebensweise-und-herz-kreislauf-erkrankungen/kochsalzaufnahme-bei-herzinsuffizienz/
- 30.10.2018

Neugierig?

Sie möchten mehr über ICon und die ICon-Leistungen erfahren?
Nehmen Sie Kontakt zu unserer Zentrale auf.

ICon GmbH & Co. KG

Hanauer Straße 10, 75181 Pforzheim, Deutschland/Germany

office@icon-h2o.com

(+49) 7231 39761 0

         __  __          ____                 
__ __ \ \/ / _ _ | _ \ __ _ _ __
\ \ / / \ / | | | | | | | | / _` | | '__|
\ V / / \ | |_| | | |_| | | (_| | | |
\_/ /_/\_\ \__,_| |____/ \__,_| |_|
Enter the code depicted in ASCII art style.

Über ICON

Die ICon GmbH & Co. KG ist ein Spezialist der Wasseraufbereitung. Innovative Filtertechnologien, tiefgreifendes Know-how in der Konstruktion von Trinkwassersystemen und der Digitalisierung am Point of Use sind Kernkompetenzen des internationalen jungen Unternehmen.