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- 19.12.2018

Die Zukunft am Point of Use: Interview mit Dr. Monique Bissen

ICon-Geschäftsführerin Dr. Monique Bissen spricht sich für eine Wasseraufbereitung am Point of Use aus. © Fabian Birke / www.birke.de
ICon-Geschäftsführerin Dr. Monique Bissen spricht sich für eine Wasseraufbereitung am Point of Use aus. © Fabian Birke / www.birke.de

Frau Dr. Bissen, was verrät Ihnen ein Tropfen Wasser?
Trinkwasser verrät uns auf den ersten Blick hinsichtlich seiner Qualität zunächst sehr wenig. Und genau das ist das Kritische: Mit bloßem Auge können wir Wasser nicht ansehen, ob es trinkbar ist oder nicht. Auch das glasklare Wasser eines Gebirgsbachs könnte, entnimmt man es nicht direkt an der Quelle, bereits Bakterien enthalten. Hier schrillt nichts, hier wähnen wir uns in Sicherheit.

Sie als Wissenschaftlerin haben aber die Möglichkeit, genauer hinzusehen?
Mineralien sind die Hauptbestandteile von Wasser: Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium auf der einen; Bicarbonat, also Kalk, Chlorid und Sulfat auf der anderen Seite. Die Natur hat das ganz clever eingerichtet, denn unser Körper braucht diese Mineralien. Im Wasser sind außerdem Spurenstoffe, wie Eisen oder Mangan, die Wasser – sofern sie in ihm oxidieren – rostrot verfärben können. Deshalb versuchen Wasserwerke auch beide Stoffe aus dem Grundwasser zu entfernen. Und dann gibt es unerwünschte Schadstoffe, für die Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung geregelt sind, wie zum Beispiel Aluminium, Pestizide oder Nitrat. Natürlich stellen die Wasserwerke sicher, dass Wasser auch aus mikrobiologischer Sicht unbedenklich ist. Aber eine Garantie gibt es nicht.

Viele Menschen denken beim Filtern von Wasser erst mal an Kalk, der unsere Rohre, Wasserkocher und Kaffeemaschinen sterben lässt.
Kalk ist in der Natur unglaublich wichtig, er ist für uns aber zum Feind geworden, weil wir das Wasser erwärmen und durch Rohrleitungen schicken, wo er sich bequem ablagern kann. Das war in der Natur nicht vorgesehen. Also filtern wir ihn aus unserem Leitungswasser heraus, mit Ionenaustauschern zum Beispiel, und haben plötzlich ein Wasser, das uns so gar nicht mehr schmeckt.

Woran liegt das?
Weil Ionenaustauscher zum Beispiel das Calcium und Magnesium, also die Wasserhärte, aus dem Wasser entfernen und dafür Natrium hinzufügen. Und natürlich schmeckt ein Natrium-Bicarbonat anders als ein Calcium- oder Magnesium-Bicarbonat. Wasser schmeckt in der richtigen Mineralienzusammensetzung, und Kalk ist ein Geschmacksträger. Es darf aber auch nicht zu viel Magnesium enthalten, sonst kriegt das Wasser eine bittere Note.

Welchen Lösungen ist ICon hier auf der Spur?
Unsere Vision ist: Perfekt filtrierter Wassergenuss. Die Zukunft der Wasseraufbereitung und -filtration liegt ganz klar am Point of Use, also am eigenen Wasserhahn. Bisher gibt es zum Beispiel Ionenaustausch-Filter kombiniert mit Aktivkohle. Der Ionenaustauscher entzieht dem Wasser Schwermetalle, aber auch wichtigen Kalk. Die Aktivkohle entfernt organische Schadstoffe, kann aber nicht differenzieren, was entfernt wird und was durchgeht. Das System kann nicht garantieren, dass alle organischen Schadstoffe, Pestizide, Antibiotika, Medikamentenrückstände auf diese Weise herausgefiltert werden. Außerdem bestehen diese Geräte natürlich überwiegend aus Kunststoff. Wir sind davon überzeugt, dass das besser geht. Unsere Vision ist, dass Verbraucher ohne Hintergedanken und Risiken Wasser aus der Leitung trinken können. Und nicht zuletzt: Gesundes Wasser, das schmeckt.

Braucht es ein generelles Umdenken, was unseren Umgang mit Wasser betrifft?
Es ist eine Schande, dass wir in nicht einmal 100 Jahren ein Problem geschaffen haben, dessen Ausmaße wir nicht überblicken und das uns gerade wie ein Bumerang hinterrücks kalt erwischt. Natürlich darf man den Teufel nicht an die Wand malen. Und doch bin ich fest davon überzeugt: Glyphosat und Plastik gehören nicht ins Wasser. Wie inzwischen belegt ist, ist Mikroplastik in unserem Trinkwasser angekommen. Wir sollten es schlicht vermeiden, unser Wasser zu kontaminieren. Es kommt alles zu uns zurück. Wir wiegen uns schon viel zu lange in Sicherheit, auch weil wir Glyphosat und Mikroplastik schlicht nicht riechen oder schmecken. Tatsache ist: Wir geben heute synthetische Stoffe ins Wasser, die die Natur nicht vorgesehen hatte. Und wir haben im Zuge unserer Evolution nicht gelernt, diese in einem vordergründig gesunden, klaren Wasser instinktiv zu erspüren.

- 19.12.2018

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Über ICON

Die ICon GmbH & Co. KG ist ein Spezialist der Wasseraufbereitung. Innovative Filtertechnologien, tiefgreifendes Know-how in der Konstruktion von Trinkwassersystemen und der Digitalisierung am Point of Use sind Kernkompetenzen des internationalen jungen Unternehmen.