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- 11.07.2018

Mineralarmes Mineralwasser

Leitungswasser ist nach heutigen Erkenntnissen sogar mineralreicher als handelsübliches Mineralwasser. © Pixabay / www.pixabay.com
Leitungswasser ist nach heutigen Erkenntnissen sogar mineralreicher als handelsübliches Mineralwasser. © Pixabay / www.pixabay.com

Der Name „Mineralwasser“ suggeriert bereits, dass das unter dieser Bezeichnung in Flaschen gefüllte Wasser auf natürlichem Wege oder während der Verarbeitung mit Mineralien angereichert wurde. Das gilt jedoch nicht nur für abgefülltes Mineralwasser, das aus Quellen geschöpft wird. Es gilt vielmehr für Trinkwasser allgemein, das größtenteils aus Grundwasser oder verschiedenen Quellen gewonnen wird.

Zu den wichtigsten Bestandteilen des Wassers gehört Calcium, das einen elementaren Einfluss auf den menschlichen Knochenbau und die Zähne hat. Zweithäufigster Mineralstoff ist Magnesium, das nicht nur Sportler für ihre Muskel- und Nervenzellen benötigen. Auch ohne hohe sportliche Belastung ist der Körper darauf angewiesen. Kalium, ebenfalls ein wichtiges Mineral des Wassers, sorgt für den Flüssigkeitshaushalt der Körperzellen und greift dem Magnesium bei der Muskeltätigkeit unter die Arme. Das im Mineralwasser angereicherte Natrium regelt unter anderem zusammen mit Chlorid den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Des Weiteren befinden sich üblicherweise noch Sulfat, Hydrogencarbonat und Spuren von Eisen in den meisten Mineralwassern.

Mineralstoffe reichern sich aus Erdboden an

Dieser „Cocktail“ an Mineralstoffen reichert sich auf natürlichem Wege während der Wanderung des Wassers durch mehrere Erdschichten und Gesteine an. Wie viele Mineralien letztlich im Wasser stecken, hängt von mehreren Faktoren ab.

Einer davon ist, durch welche Gesteine und Schichten das Wasser fließt, bis es an die Erdoberfläche gelangt. Nicht jede Erdschicht gibt dieselben bzw. die gleiche Anzahl an Mineralstoffen ab. So gibt es regional große Unterschiede. Ein weiterer Faktor ist die Tiefe, in die das Wasser gedrungen ist. Und dann spielen Temperatur und Fließgeschwindigkeit ebenfalls eine große Rolle: je wärmer es ist, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden. Je langsamer das Wasser fließt, desto mehr Zeit hat es, Salze und Mineralstoffe aufzunehmen.

In Mineralwasser nicht zwingend mehr Mineralien

Doch was ist nun der Unterschied zwischen Mineralwasser und Trinkwasser aus der Leitung? Hat das Mineralwasser tatsächlich mehr Mineralien? Die nüchterne Antwort: nicht zwingend. Jedenfalls nicht seit ein Gesetz, das einen Mineralgehalt von mindestens 1.000 Milligramm pro Liter Mineralwasser vorschrieb, 1980 von der EU aufgehoben wurde. In einem 2016 durchgeführten Test der Stiftung Warentest wiesen lediglich acht der 30 Mineralwasserflaschen einen höheren Mineralienwert auf als das mineralstoffreichste Leitungswasser. Das Wasser mit dem geringsten Mineralgehalt im Test besaß gerade einmal 57 Milligramm je Liter. Ein Gehalt, den auch deutsches Leitungswasser mühelos vorweisen kann. Das mineralstoffreichste Mineralwasser hingegen wies einen Wert von 2.606 Milligramm pro Liter auf, in ihm befanden sich vor allem Magnesium, Sulfat und Calcium.

Steguweit, Arno, Zeitler, Thomas, Wasser! Trendsetter und Statussymbol. Die Wasserfibel, riva Verlag, München 2006.
https://wasserhelden.net/unser-trinkwasser/inhaltsstoffe/mineralien/
https://www.test.de/Leitungswasser-und-Mineralwasser-Der-grosse-Wassercheck-5049737-0/
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- 11.07.2018

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